RCDS fordert E-Elections bei Gremienwahlen


Angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung der Studenten an den jährlichen Gremienwahlen (im Schnitt nur knapp 10%) fordert der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) sogenannte E-Elections.

Der Landesvorsitzende Sebastian C. Dewaldt erklärte: "Die Wahlmöglichkeit via Internet könnte eine Handhabe bieten, dem bisherigen negativen Trend entgegenzuwirken." Die Einführung von E-Elections schaffe, so Dewaldt, eine örtlich und zeitlich flexible Stimmabgabealternative zur Urnen- und Briefwahl und ermögliche auch Studenten, die sich kurzfristig nicht am Universitätsstandort befinden, ihre Stimme abzugeben.

Ein weiter Vorteil: Kosten, die durch den Druck von Stimmzetteln und den Versand der Wahlunterlagen entstehen können gesenkt werden. 
Dewaldt: "In Zeiten, in denen die Hochschulen am Hungertuch nagen, zählt jeder Cent, der für Sach- und Personalkosten verwendet werden kann".

Zukunftsvision? "Eher nicht" sagt Sebastian C. Dewaldt und verweist auf diverse Projekte zur Erprobung von E-Elections. Dewaldt: 
"Zahlreiche Unternehmen und sogar die Universität Osnabrück haben den Versuch gewagt ? mit Erfolg. Inzwischen gibt sogar § 118 AktG die Möglichkeit zu E-Elections." Verfassungsrechtliche Bedenken ergeben sich für Dewaldt, der sich auch als Jura-Student länger mit der Frage beschäftigt hat, nicht.

Der RCDS fordert daher E-Elections im Thüringer Hochschulgesetz festzuschreiben. Dewaldt: "Wir wollen wie einst Willy Brandt mehr Demokratie wagen. Die Thüringer Hochschulen sind reif für E-Elections."