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21.09.2020, 10:45 Uhr
CDU-Landesparteitag beschliesst RCDS-Antrag zur Digitalisierungsoffensive der Hochschulen
 

Vom 36. Landesparteitag der CDU Thüringen mit der Wahl eines neuen Vorstandes um den Vorsitzenden Christian Hirte ging das Signal eines Neustartes aus. Neben personellen Weichenstellungen standen auch thematische Diskussionen auf der Tagesordnung. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten in Thüringen brachte einen Antrag zur Digitalisierung der Hochschulen ein, der durch die Delegierten einstimmig angenommen wurde.

Digitale Lehrformate und Prüfungen erweitern die Möglichkeiten für Studenten und Professoren, was gerade in Zeiten von Corona ein ortsunabhängiges Lehren und Lernen ermöglicht. „Die Digitalisierung wurde in den vergangenen Monaten nicht von Seiten der Landesregierung, sondern maßgeblich durch die Corona-Pandemie und das Eigenengagement der Hochschulen beflügelt und in kürzester Zeit effektiv angegangen, bspw. durch die Einführung von digitalen Seminaren oder Prüfungen, um die Lehre zu gewährleisten und Wissensstände in Zeiten der Pandemie zu überprüfen. Daher sind die aus dem Sonderfonds "Hochschullehre Digital-Extra” einmalig ausgezahlten Zuschüsse für die Thüringer Hochschulen nur ein kleiner Tropfen zur Deckung der Kosten zum Ausbau der Digitalisierung und müssen in den kommenden Jahren durch eine eine Digitalisierungspauschale je Studenten für eine bessere Planungssicherheit verstetigt werden“, erklärt der RCDS-Landesvorsitzende Pascal Pastoor. Bei den durch die Hochschulen bereits initiierten digitalen Lösungen fällt ebenfalls die Heterogenität verwendete Software und Programme auf. Das Land muss dafür Sorge tragen, einheitliche Standards zu definieren und den Hochschulen Best Practice-Lösungen zu Verfügung zu stellen: „Durch einheitlichere Standards lassen sich Anschaffungs- und Wartungskosten sparen und Synergieeffekte schaffen. Auch Weiterbildungsangebote für Professoren oder Studenten lassen sich so einfacher realisieren.“


Die Forderungen einer digitalen Hochschullandschaft umfassen:
1. Umfängliche finanzielle Unterstützung der Thüringer Hochschulen in Form einer Digitalisierungspauschale je Studenten, um die im Zuge der Corona-Pandemie begonnenen digitalen Lehr- und Prüfungsformate zu verstetigen.
2. Einheitliche Standards für digitale Lehr-, Lern- und Prüfungsangebote, um gute Rahmenbedingungen für Forschung und Lehr zu sichern.
3. Entwicklung von Programmen und Fördermaßnahmen zum Aufbau von Kompetenzen und Sicherung der Lehrqualität.
4. Förderung der Landes- und Hochschulbibliotheken zum Ausbau digitaler Angebote.
5. Landesweiter Breitbandausbau als Grundlage zukunftsfähiger digitaler Infrastruktur.

Der Landesparteitag sprach sich für den vom RCDS Thüringen geforderten Aus- und Aufbau der Digitalisierung an den Thüringen Hochschulen aus und vertritt dies gegenüber der rot-rot-grünen Minderheitsregierung sowie dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft. Auch für die kommende Landtagswahl im Jahr 2021 wird die CDU Thüringen sich für diese Forderungen zur Unterstützung der Thüringer Hochschulen aussprechen.

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