Aktuelles

 

RCDS zum Haushaltsentwurf: Thüringen droht die rote Laterne (vom 29.03.2010)

Die von der Thüringer Landesregierung geplante Nettoneuverschuldung in Höhe von 800 Millionen Euro gefährdet nach Auffassung des Rings Christlich-Demokratischer Studenten Thüringen (RCDS) die Zukunftschancen der jungen Generationen im Freistaat.  Der RCDS fordert von der Landespolitik ein klares Bekenntnis zum Bildungs- und Wissenschaftsstandort Thüringen.

Thomas Hindelang, RCDS-Landesvorsitzender erklärt hierzu: „Das süße Gift der Staatsverschuldung wird langfristig die Handlungsfähigkeit des Freistaates lähmen und die Perspektiven der jungen Generation massiv einschränken. Um nicht noch weiter in die Schuldenfalle zu geraten, müssen die Parlamentarier zahlreichen finanziellen Begehrlichkeiten der Fachressorts widerstehen.“ Und weiter: „Wenn es Mecklenburg-Vorpommern gelingt im Jahr 2010 ohne neue Kredite auszukommen und alle anderen neuen Flächenländer unter einem Neuverschuldungsniveau von 800 Millionen bleiben, dann können im Freistaat sicherlich 200 bis 300 Millionen Euro weniger ausgegeben werden. Keiner kann wollen, dass Thüringen die rote Laterne übernimmt.“

Der größte Studentenverband in den jungen Ländern fordert die Parteien auf, den Bildungs- und Wissenschaftsbereich weiterhin als Zukunftsfeld zu begreifen und bei Bedarf auch auf Kosten anderer Ressorts besser finanziell auszustatten. „In Zeiten von Bologna und Turbostudium brauchen wir im Freistaat eine passgenaue Betreuung der Studenten. Für den personellen Ausbau des akademischen Mittelbaus und die Besetzung von Professorenstellen muss die Landesregierung Geld in die Hand nehmen und damit deutlich Farbe zum Qualitätsausbau des Thüringer Wissenschaftsstandortes bekennen“ so Hindelang abschließend.